Glen Spey 21 Jahre, bottled 2010
Definitiv eine der besten Versionen des Glen Spey, die Sie je probiert haben. Die Reifung in Fässern aus neuer amerikanischer Eiche macht ihn zu einem Dessert-Malt für Bourbon-Liebhaber. Enorme Komplexität und Tiefe mit sehr ungewöhnlichen Anklängen in Geschmack und Aroma. In Fassstärke definitiv eine Herausforderung, aber eine, die sich für erfahrene Malt-Trinker auszahlt.
Style:
Langen Kirchenfenstern und deutlicher Perlenkette.
Farbe:
Tiefe Bernsteinfarbe.
Nase:
Sofort volle Aromen von Wein und überreifem Obst (Apfel, Birne, Pflaume und Pfirsich). Wunderbar fruchtige Säure über einer süßen, wachsigen Basis, wie bei Kirschkuchen, Marzipangebäck oder Stollen. Spuren von Ginsterblüten und Kokosnuss mit Obertönen, die an ein Künstleratelier erinnern. Verdünnt zunächst in der Nase kaum spürbar mit sehr leichter Aromatik, sanft, weich und attraktiv. Das Wasser betont die Farbaromen und die klare Mineralik und verdeckt ein wenig die Weintöne. Stattdessen treten noch Kokosnuss, Karamell und Sahnebonbons hervor. Auch so sehr angenehm, aber ohne das Gewicht, das der unverdünnte Whisky hat.
Geschmack:
Sanfte Konsistenz, deutlicher Einfluss der amerikanischen Eiche (Kokosnuss, Vanille), insgesamt süßer Geschmack. Zunächst verhalten, kühl und ölig mit viel Eichenholzaromatik, die mit Anklängen an Holzlack und Hobelspäne an eine Schreinerwerkstatt erinnert. Leichte Röstaromen. Zuoberst dann reife Frucht mit einer Spur Menthol. Verdünnt etwas kühler und einfacher: Zunächst Pfefferminz und Sahne, dann kommen Kakao und Pfefferminzbonbons zum Vorschein.
Körper :
Voll und ölig.
Abgang:
Mittellang, komplex. Angekohltes Papier, Lack, trockenes Eichenholz, ausgeglichen durch ein subtiles, sahniges Vanillearoma. Obertöne von Schokoladenpulver, die nach und nach eher an braunen Zucker denken lassen. Verdünnt leichter und klarer, deutlich sahnig mit sanften Pfefferminztönen, weißer Schokolade und angenehm zurückhaltendem Eichenholz.
